Emissionen

Das geplante Kohleheizkraftwerk der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG weist dank seiner modernen Technik signifikant niedrigere Emissionen pro erzeugter Kilowattstunde Strom auf als die meisten noch in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke in Deutschland. Allein durch die Nutzung dieser verbesserten Technik reduziert sich der Kohlendioxidausstoß durch Verdrängung älterer Kraftwerke bundesweit um rund eine Million Tonnen pro Jahr. Die Emission von CO2 wird unter 750 Gramm je erzeugter Kilowattstunde (g/kWh) Strom liegen. Dies entspricht den Kriterien des Nationalen Allokationsplans und damit der bundesdeutschen Umweltpolitik.

Zudem sollen durch umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung bis zu  300 Megawatt Fernwärmeleistung für zirka 40.000 Haushalte bereitgestellt. Dadurch werden die Emissionen einer Vielzahl einzelner Hausheizungen vermieden. Die durch Kraft-Wärme-Kopplung erzielte CO2-Einsparung wird in der Stromerzeugung angerechnet und senkt damit die Relation von CO2 zu erzeugter Kilowattstunde Strom noch weiter.

Alle bislang durchgeführten Berechnungen zeigen zudem, dass der Risikoschwellenwert (Irrelevanzgrenze) nach den aktuellen Verordnungen zur Reinhaltung der Luft für alle Emissionsgruppen, wie Staub, Schwefeldioxid und Stickoxide unterschritten wird. Sämtliche Emissionen der geplanten Anlage, die lokal eine Rolle spielen könnten, werden in einem aufwendigen Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genauestens überprüft. Dieses Verfahren liegt in den Händen der obersten dafür in Rheinland-Pfalz zuständigen Behörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd.